Angeschlagene „Zebras“

ESV Lüneburg – FC Hambergen 10:2: Dabei traten die Gastgeberinnen, bei denen Spitzenspielerin Ursula Krüger jeweils fehlte, nicht einmal in Bestbesetzung an. Doch auch der FCH musste bereits im Vorfeld einen schweren verletzungsbedingten Rückschlag hinnehmen, da die etatmäßige Nummer eins Stefanie Nolte wie schon im Frühjahr mit Schmerzen am Fuß laboriert und gar nicht erst mitfuhr.

„Es lief dann auch von Anfang an nicht“, berichtete Daniela Lilienthal, die sich mit ihrem Team einen schnellen, bereits entscheidenden 0:7-Rückstand einhandelte. Vor allem im oberen Paarkreuz fanden Daniela Lilienthal und Lilly Marie Küstner keine taktischen Mittel gegen die Spielsysteme von Nicola Betz und Karin Helms. „Man fragt sich bei dem aussichtslosen Spielstand schon, warum man nun eigentlich trotz mangelnder Motivation noch weiterspielen muss“, kritisierte Daniela Lilienthal das neue System ein wenig. Zwar holten Lilly Marie Küstner und Nane Grotheer erst jetzt die Ehrenzähler für die Gäste, doch in ihrem bedeutungslosen letzten Einzel verletzte sich Joanna Hahn beim Schritt zum Vorhandtopspin erneut am Knie. „Sie war schon im Krankenhaus, aber es ist noch nicht bekannt, wie lange sie jetzt ausfällt“, sagte Daniela Lilienthal im Hinblick auf die kommenden Aufgaben.

ESV Lüneburg – FC Hambergen  10:2

Betz – Lilienthal 3:1 (11:9, 9:11, 11:4, 11:7); Helms – Küstner 3:2 (11:8, 7:11, 7:11, 11:9, 11:4); Decker – Grotheer 3:0 (11:4, 12:10, 11:9); Bensemann – Hahn 3:2 (9:11, 14:12, 11:9, 10:12, 11:9); Betz – Küstner 3:1 (11:13, 11:6, 15:13, 11:3); Helms – Lilienthal 3:0 (11:5, 11:9, 11:7); Decker – Hahn 3:2 (11:8, 12:10, 6:11, 14:16, 11:4); Bensemann – Grotheer 2:3 (11:9, 11:13, 10:12, 11:9, 13:15); Decker – Küstner 1:3 (10:12, 6:11, 17:15, 9:11); Betz – Hahn 3:0 (12:10, 12:10, 11:5); Helms – Grotheer 3:1 (11:4, 11:4, 8:11, 11:9); Bensemann – Lilienthal 3:2 (11:9, 8:11, 9:11, 11:8, 11:9)

Von Frank Mühlmann 23.09.2020