Der FC Hambergen blickt optimistisch in die Zukunft

Der FC Hambergen blickt trotz zweier Niederlagen optimistischer in die Zukunft.

Der Aufsteiger FC Hambergen träumt noch vom ersten Saisonzähler. Bei den Niederlagen gegen den TSV Hollen (5:8) und beim Oldenburger TB (1:8) zeigte die Formkurve der „Zebras“ aber zumindest spürbar nach oben.

FC Hambergen – TSV Hollen 5:8: Zweifellos profitierte der FCH davon, dass der Tabellenführer ohne seine Spitzenspielerin Ann-Kathrin Hoyer angereist war. Nichtsdestotrotz besaßen die Gastgeberinnen einen großen eigenen Anteil daran, dass sie lange von einer Überraschung träumen durften. Und das, obwohl das Doppel-Experiment der „Zebras“ mit zwei krachenden 0:3-Pleiten zunächst gehörig schiefging. „Wir hatten im Vorfeld das Gefühl, nichts verlieren zu können, und unsere Paarungen entsprechend umgestellt“, erklärte Hambergens Kapitänin Daniela Lilienthal die letztlich gescheiterte Taktik.

Lilly Marie Küstners geglückte Aufholjagd gegen Meike Regul-Voß hatte dann aber eine Signalwirkung für den Außenseiter. Nun triumphierte parallel auch Daniela Lilienthal, die Rabea Hoyers Noppe schnittlos anspielte und platzierte Topspins folgen ließ. Selbst Joanna Hahns bittere Fünfsatzniederlage gegen Abwehrspielerin Etta Riesenbeck, bei der sie beim Stand von 11:11 gleich zwei tödliche Netzbälle ihrer Gegnerin mitansehen musste, warf die Gastgeberinnen nicht aus der Bahn. Denn im oberen Paarkreuz glich der FCH zum 4:4 aus.

Stefanie Nolte nutzte das angeknackste Selbstvertrauen von Meike Regul-Voß und konterte diese in aller Ruhe aus. Am Nachbartisch trumpfte Lilly Marie Küstner erneut groß auf und hielt Materialspielerin Ute Päsch knapp in Schach. Das hohe Niveau konnte der FCH jedoch nicht in die entscheidende Matchphase transportieren. Daniela Lilienthal und Joanna Hahn vermochten in ihren Einzeln nicht mitzuhalten und mussten die Gäste auf 7:4 ziehen lassen. „Das war dann plötzlich wieder eine sang- und klanglose Vorstellung“, wollte Daniela Lilienthal nichts schönreden. Stefanie Noltes Sieg über Etta Riesenbeck stellte nur noch Ergebniskosmetik dar. „Wir waren dennoch im Anschluss erstmals richtig zufrieden mit unserer eigenen Leistung“, merkte Daniela Lilienthal an.

Oldenburger TB – FC Hambergen 8:1: Im Gefühl, endlich in der Liga angekommen zu sein, machten sich die Gäste mit reichlich Selbstvertrauen auf den Weg zum Tabellennachbarn. Eine 1:1-Doppelbilanz bestätigte auch zunächst die hoffnungsvollen Vorzeichen, da Stefanie Nolte und Lilly Marie Küstner ihr Match nach einer komfortablen 9:3-Führung im fünften Satz gerade noch nach Hause brachten. Die Performance der Hambergerinnen stimmte auch in den Einzeln weitestgehend. Sie ärgerten den OTB durchgehend, was sich auch an der zwischenzeitlichen Unzufriedenheit ihrer starken Spitzenakteurin Nathalie Jokisch zeigte.

CHANCEN- ABER NICHT HOFFNUNGSLOS

Die echten Highlights blieben aber aus Sicht der Gäste aus. Am nächsten kam Daniela Lilienthal einem Einzelzähler. Gegen Nane Emme verlor sie nach einer 2:0-Satzführung den Faden und spielte ihre Kontrahentin zu häufig auf deren stärkerer Rückhandseite an. Bei einer weiteren vermeidbaren Fünfsatzniederlage ließ sich Lilly Marie Küstner von Anastasia Peris oft in die Halbdistanz drängen und geriet dort schnell unter Bedrängnis. „Natürlich haben wir uns das Ergebnis anders vorgestellt. Anders als in den letzten Wochen sind wir nun aber deutlich positiver im Hinblick auf die nächsten Spiele gestimmt“, fasste Daniela Lilienthal die Gemütslage ihres Teams zusammen.

Info

FC Hambergen – TSV Hollen 5:8: Küstner/Lilienthal – Regul-Voß/Päsch 0:3 (13:15, 6:11, 8:11); Nolte/Hahn – Riesenbeck/Rabea Hoyer 0:3 (9:11, 10:12, 3:11); Nolte – Päsch 0:3 (7:11, 4:11, 8:11); Küstner – Regul-Voß 3:2 (4:11, 7:11, 11:9, 11:9, 11:5); Lilienthal – Rabea Hoyer 3:1 (11:5, 4:11, 11:8, 12:10); Hahn – Riesenbeck 2:3 (11:13, 11:4, 9:11, 11:8, 11:13); Nolte – Regul-Voß 3:0 (11:5, 12:10, 11:4); Küstner – Päsch 3:2 (8:11, 12:10, 11:7, 11:13, 11:9); Lilienthal – Riesenbeck 0:3 (9:11, 12:14, 5:11); Hahn – Rabea Hoyer 0:3 (9:11, 7:11, 6:11); Lilienthal – Regul-Voß 0:3 (8:11, 2:11, 11:13); Nolte – Riesenbeck 3:1 (11:3, 10:12, 11:7, 11:7); Küstner – Rabea Hoyer 2:3 (9:11, 11:4, 11:6, 10:12, 10:12)

Oldenburger TB – FC Hambergen 8:1: Jokisch/Emme – Lilienthal/Hahn 3:0 (11:3, 11:8, 11:3); Peris/Mut – Nolte/Küstner 2:3 (12:10, 6:11, 16:18, 11:8, 8:11); Jokisch – Küstner 3:1 (11:3, 11:13, 11:7, 11:5); Peris – Nolte 3:1 (11:8, 14:12, 13:15, 11:7); Mut – Hahn 3:0 (11:5, 11:2, 11:3); Emme – Lilienthal 3:2 (8:11, 7:11, 12:10, 11:9, 11:6); Jokisch – Nolte 3:1 (9:11, 11:5, 11:8, 11:9); Peris – Küstner 3:2 (9:11, 11:7, 4:11, 11:8, 11:7); Mut – Lilienthal 3:1 (11:13, 11:6, 11:7, 11:8) FM

von Frank Mühlmann – Weser Kurier