Ein Dorf namens Lachen

Das Wochenendehatte gut begonnen.

Der samstägliche Vormittag war gänzlich ohne körperliche Beschwerden des eigenen Punktspieles am Vorabend, und die Sonne strahlte und ließ noch ein paar Stündchen Gartenarbeit zu.

Auch sonst waren die Vorzeichen für ein wunderbares Wochenende bestens: mal so wirklich garnichts auf dem Zettel, und schlimmstenfalls drohte viel Entspannung auf der Couch.

Ein Blick auf das Fussballprogramm verriet, dass die Grün-Weißen erst Sonntag antreten sollten, somit keimte die spontane Idee mal einen Ausflug nach Lachendorf anzutreten um dort etwas Hochleistungssport zu genießen: beim Kampf des aktuellen Tabellenführers der Landesliga gegen unsere Erste Herren, immerhin Zweitplatzierter.

Während der 150 km langen Reise musste ich mich dann doch ärgern, denn schon seit Wochen hatte ich es vor mir hergeschoben mal einen USB-Stick für gute Musik zusammenzustellen…

Also musste ich notdürftigerweise mit dem Vorlieb nehmen, was das Autoradio so hergab:

Merkwürdigster Deutsch-Rap von mir gänzlich unbekannten Protagonisten, wahrscheinlich mit wohlkingenden Namen wie “WonderBra Deluxe feat. Capt Capital Knast”  oder ähnlich, offenbar für eine maximal 12-jährige Zielgruppe.

Erwachsene, die kleine Kinder um Ihr Taschengeld bringen… Enkeltrick mal andersrum.

Unterbrochen wurde das Spektakel nur von den suizidalen Ergüssen der Eilischen Billie.

Musikalisch deutlich wertvoller, aber auch nichts für eine beschwingte Autofahrt.

So blieben Nachrichten und Verkehrsmeldungen die auditiven Höhepunkte der Reise.

Pünktlich zu Spielbeginn war die Halle von Lachendorf dann auch erreicht, und das Spiel der Ersten Herren entlohnte für die Strapazen:

Spielbericht:

Doppel:

Timo hatte es während der Begrüßungsrede schon angedeutet:

der Start sollte deutlich besser gelingen als noch gegen Huchting, und so kam es dann auch:

mit 2:1 konnte man den ersten Grundstein für einen erfogreichen Nachmittag legen.

Timo musste gegen das starke obere Paarkreuz konzentriert zur Sache gehen, hatte aber einen guten Tag erwischt.

Nur ganz wenige vermeidbare Fehler,  und ein sehr sicheres Händchen bei den Abschlüssen mit Vor- und Rückhand sicherten zwei kaum gefährdete 4-Satz Erfolge, bei sehenswerten hochklassigen Ballwechseln.

Ricardo ist aktuell an der 5-Satz-Seuche erkrankt, die wohl jeder Aktive kennt – hier in ausgeprägter Version.

Gegen beide Gegner war er spielerisch nicht schlechter und sollte das an einem anderen Tag auch 2:0 gestalten können.

Wenn im fünften Satz jedoch die Vorahnung des Verlierens im Kopf arbeitet, dann endet das stattdessen 0:2.

Da hilft kaum Training, bei sowas muss der Kopf irgendwie frei werden.

Vom Potential wäre es kein Problem den aktuellen Lauf ins Positive zu drehen.

Pascal stand in ersten Doppel noch komplett neben sich, und auch der erste Satz im Einzel ließ kurzzeitig einen gebrauchten Tag erahnen.

Er schaffte es jedoch wieder Körperspannung herzustellen und sich reinzubeissen, und in Normalform ist er ein Topspieler des mittleren Paarkreuzes.

Somit konnte er die eigene Leistungssteigerung mit zwei Siegen belohnen.

Torben kam im ersten Spiel nicht so wirklich dazu seine Blockbälle zu verteilen, und musste dies Spiel abgeben.

Im zweiten Spiel sah das dann jedoch ganz anders aus, und Torben setzte damit den Endpunkt zum 9:4.

Tarek hatte es in seinem Einzel mit Lachendorfs Ersatz aus der Bezirksklasse zu tun.

Sein Gegner war höchst ambitioniert und es gab schöne Ballwechsel zu bestaunen, letztendlich jedoch ein ungefährdeter 3:0 Erfolg.

Fred musste einen etwas kuriosen ersten Satz verdauen, bei dem sein Gegner gefühlt jeden Ball auf die Tischkante platzieren konnte. 

Der Rest des Spiels war ein “normales” Fred-Spiel: teils grandiose, teils etwas zu verspielte Bälle reichten letztendlich im fünften Satz.

Fazit:

Unterm Strich steht ein 9:4 Auswärtserfolg bei leicht ersatzgeschwächten, aber dennoch starken Gegnern.

Letztendlich steht unsere Erste absolut vedient im oberen Tabellenbereich, und kann sowas auch gegen Jeden untermauern.

Dafür ist es garnicht notwendig Außergewöhnliches zu leisten, es sollte ausreichen wenn jeder weiterhin halbwegs konstant seine Leistung abrufen kann.

Schön wars, Danke für die gute samstägliche Unterhaltung 🙂