FC Hambergen unterliegt Top-Team Dissen

Die “Zebras” verkauften sich sehr ordentlich, doch der Titelfavorit war letztlich eine Nummer zu groß. Dennoch machte der Auftritt der Hamberger durchaus Mut.

Hambergen. Nach der 4:9-Niederlage bei der zweiten Mannschaft des MTV Jever hatten sich die Tischtennisspieler des Verbandsligisten FC Hambergen noch mächtig geärgert. Sie waren das Gefühl nicht losgeworden, dass wesentlich mehr möglich gewesen war. Ähnliche Gedanken stellten sich beim Team um Kapitän Torben Tietjen nach dem Heimspiel gegen die TSG Dissen nicht ein – obwohl es mit demselben Resultat wie gegen Jever verloren ging.

Das lag zum einen daran, dass die Gäste der Rolle gerecht wurden, die Tietjen und Co. ihnen im Vorfeld zugeschrieben hatten: “Dissen ist für uns der klare Aufstiegsfavorit. Sie haben eine sehr starke Mannschaft”, erläuterte der Kapitän. Er bezeichnete die Niederlage realistisch als “erwartbar”. Zum anderen brauchten die Hamberger auch nicht mit sich selbst zu hadern, da sie weit davon entfernt waren, ein schlechtes Spiel zu zeigen. Auf ihre vier Siege konnten sie durchaus stolz sein. “Die nehmen wir mit. Darauf lässt sich aufbauen”, machte Tietjen deutlich.

ALLES ANDERE ALS ENTTÄUSCHEND

Seine Mannschaft verkaufte sich teuer, auch wenn der Kapitän trotz drei Niederlagen in den fünf Duellen über die volle Distanz feststellen musste: “Mehr war für uns nicht drin.” In vielen Spielen hielten die Gastgeber dennoch mit, die Erfolgserlebnisse machen zudem Mut für die kommenden Aufgaben. So feierten Timo Spiewack und Tarek Raudszus im dritten Anlauf ihren ersten Doppelsieg der Saison. Erst im dritten Durchgang, den sie sich in der Satzverlängerung mit 15:13 holten, ging es etwas enger zu. Diesen Schwung nahm Raudszus mit in sein Einzel, in dem er auf Siegkurs war, dann aber doch noch kurz strauchelte, sich aber im Entscheidungssatz wieder fing. Der stark aufspielende Frederick Siemer sorgte mit seinem zweiten Einzelerfolg der Saison dafür, dass Hambergen nach der ersten Einzelrunde beim Stand von 3:6 noch halbwegs in Schlagdistanz war. Spiewack befeuerte im Duell der Einser die Hoffnungen auf eine Überraschung, doch am Ende setzte sich die Dissener Klasse durch. “Die wichtigen Aufgaben kommen im November”, blickte Tietjen voraus. Zuvor aber wollen die “Zebras” gegen Habenhausen, ein weiteres Spitzenteam, für eine Überraschung sorgen.

Info

FC Hambergen – TSG Dissen 4:9: Spiewack/Raudszus – Muschak/Söcker 3:0 (11:6, 11:8, 15:13); Mogalle/Siemer – Seifert/Pörtner 0:3 (2:11, 6:11, 6:11); Burmester/Tietjen – Lippold/Gessat 2:3 (11:6, 8:11, 11:8, 6:11, 4:11); Spiewack – Pörtner 1:3 (11:6, 10:12, 5:11, 8:11); Burmester – Seifert 2:3 (12:10, 10:12, 11:9, 5:11, 6:11); Mogalle – Lippold 0:3 (9:11, 5:11, 5:11); Siemer – Muschak 3:2 (11:7, 11:5, 4:11, 7:11, 11:6); Raudszus – Söcker 3:2 (11:9, 12:10, 10:12, 8:11, 11:3); Tietjen – Gessat 0:3 (8:11, 7:11, 10:12); Spiewack – Seifert 3:1 (11:8, 14:12, 3:11, 11:4); Burmester – Pörtner 0:3 (8:11, 8:11, 9:11); Mogalle – Muschak 2:3 (8:11, 11:8, 11:8, 4:11, 5:11); Siemer – Lippold 1:3 (15:13, 6:11, 8:11, 6:11) THR

von Thorin Mentrup – Weser Kurier