FC Hambergen: Zumindest eine Niederlage war unnötig

Zwei komplett unterschiedliche Niederlagen kassierten die Tischtennis-Herren des FC Hambergen. Wahrend der Aufsteiger beim TSV Lunestedt II enttäuschte, war beim 4:9 gegen den MTV Jever II mehr drin.

Hambergen. Ein anstrengendes Wochenende liegt hinter den Tischtennis-Herren des FC Hambergen, die in der Verbandsliga Nord gleich zweimal auswärts gefordert waren. Und obwohl es dabei jeweils Niederlagen setzte, zeigten die „Zebras“ doch zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Während der Aufsteiger bei der 2:9-Pleite gegen TSV Lunestedt II noch enttäuschend agierte, wusste das Team um Spitzenspieler Timo Spiewack keine 24 Stunden später beim MTV Jever II trotz einer 4:9-Pleite zu gefallen. „Das waren zwei völlig unterschiedliche Auftritte von uns. Daher gehen wir auch mit gemischten Gefühlen aus diesem Wochenende heraus. Es hat uns aber erneut gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können“, bilanzierte Mannschaftskapitän Torben Tietjen nach dem Doppelspieltag.

TSV Lunestedt II – FC Hambergen 9:2: Der Auftakt am Freitagabend beim Lokalrivalen aus dem Landkreis Cuxhaven ging dabei völlig in die Hose. Zwar sicherte Spiewack an der Seite von Ricardo Burmester nach einem spannenden Fünfsatzmatch einen frühen Doppelpunkt, ansonsten lief bei den Gästen aber wenig zusammen. „Das war eigentlich durch die Bank weg ein schwacher Auftritt. Bis auf Timo in einigen Phasen hat kein Akteur seine Normalform erreicht, so war dann auch nichts drin“, resümierte Tietjen nach dem ernüchternden Auftritt. Nachdem Spiewack gegen Martin Wille in vier hart umkämpften Sätzen auf 2:3 verkürzt hatte, ging beim FCH überhaupt nichts mehr. In den weiteren acht Einzelpartien holten die Hamberger insgesamt nur noch drei Sätze, die Hausherren um den ehemaligen FCH-Fußballer Uwe Runge hatten überhaupt keine Probleme. So endete die Partie bereits nach knapp zwei Stunden, wenigstens in der „dritten Halbzeit“ präsentierten sich die Rot-Weißen besser aufgelegt: Als der Ärger über den eigenen Auftritt verraucht war, verbrachten so beide Teams noch einen lustigen Abend an der Dartscheibe.

MTV Jever II – FC Hambergen 9:4: Dementsprechend kurz war die Nacht, bevor die Reise ins Friesland begann. Dort zeigten sich die Hamberger wie ausgewechselt – und von Beginn an hellwach. Was an diesem Tage jedoch fehlte, war das notwendige Fortune an der Platte. Dass die Gäste so trotz dreier starker Auftritte nach den Doppeln mit 0:3 zurücklagen, war schier unglaublich. Sowohl das Gespann Spiewack/Raudszus als auch Burmester/Tietjen hatten in ihren Partien Matchbälle, gaben teilweise deutliche Führungen aus der Hand und unterlagen jeweils erst im entscheidenden fünften Satz. Auch die Niederlage des Duos Mogalle/Siemer war aufgrund eines gewonnenen ersten Durchgangs unglücklich. „Eigentlich müssen wir nach den Doppeln führen. Aber in Jever hat uns insgesamt das Glück gefehlt, ansonsten hätten wir mindestens einen Punkt geholt. Und der wäre auch absolut verdient gewesen“, ärgerte sich Tietjen über den unglücklichen Spielverlauf. Vor allem im mittleren Paarkreuz war Fortuna nicht mit den Gästen im Bunde: Frederick Siemer und Pascal Mogalle verloren so jeweils nach dramatischen Fünfsatzkrimis. Da Timo Spiewack und Tietjen nicht ihren allerbesten Tag erwischten, lagen die „Zebras“ plötzlich mit 1:7 zurück. Doch von diesem nahezu aussichtslosen Rückstand ließ sich die verschworene Truppe nicht unterkriegen, stattdessen weckte Raudzus mit einem klaren Erfolg neue Hoffnungen. Befeuert wurden diese von knappen Siegen durch Spiewack und dem bärenstarken Ricardo Burmester, der in seinen beiden Einzeln eine weiße Weste wahrte. 4:7 stand es da nur noch aus Sicht des FCH, ein Remis schien wieder möglich. Mogalle und Siemer hätten auch durchaus verkürzen können, erneut fehlte es dem Hamberger Mittelkreuz aber in den entscheidenden Momenten am Spielglück – die Partie war somit entschieden. „Auch wenn das heute absolut ärgerlich war, können wir mit der Leistung zufrieden sein. Und werden darauf aufbauen“, gab sich Torben Tietjen nach dem punktlosen Wochenende dennoch optimistisch.

Info

TSV Lunestedt II – FC Hambergen 9:2: Wilbrandt/Runge – Mogalle/Schindler 3:0 (11:6, 11:8, 11:5); Özer/Strauß – Spiewack/Burmester 2:3 (10:12, 5:11, 11:8, 11:5, 6:11); Wille/Loockhoff – Siemer/Tietjen 3:0 (11:4, 11:4, 11:5); Özer – Burmester 3:1 (11:5, 12:10, 9:11, 11:6); Wille – Spiewack 1:3 (7:11, 3:11, 13:11, 10:12); Wilbrandt – Siemer 3:0 (11:9, 11:6, 11:4); Strauß – Mogalle 3:0 (11:5, 11:8, 12:10); Runge – Schindler 3:0 (11:5, 11:6, 11:3); Loockhoff – Tietjen 3:0 (11:9, 11:7, 11:8); Özer – Spiewack 3:1 (7:11, 14:12, 11:9, 11:6); Wille – Burmester 3:1 (11:7, 11:5, 8:11, 11:7)

MTV Jever II – FC Hambergen 9:4: Hicken/Kohlrautz – Spiewack/Raudszus 3:2 (10:12, 8:11, 11:6, 16:14, 11:4); Hinrichs/Fries – Burmester/Tietjen 3:2 (8:11, 11:8, 7:11, 11:6, 12:10); Rohlfs/Rieken – Mogalle/Siemer 3:1 (4:11, 11:6, 14:12, 12:10); Hinrichs – Burmester 1:3 (8:11, 11:3, 6:11, 4:11); Hicken – Spiewack 3:0 (11:9, 11:9, 11:5); Kohlrautz – Siemer 3:2 (11:7, 12:14, 13:11, 5:11, 11:7); Rohlfs – Mogalle 3:2 (11:4, 12:10, 10:12, 9:11, 11:7); Fries – Tietjen 3:0 (13:11, 11:3, 11:9); Rieken – Raudszus 0:3 (8:11, 3:11, 9:11); Hinrichs – Spiewack 2:3, 7:11, 11:13, 11:2, 11:8, 8:11); Hicken – Burmester 2:3 (11:7, 11:4, 9:11, 9:11, 7:11); Kohlrautz – Mogalle 3:0 (12:10, 12:10, 11:6); Rohlfs – Siemer 3:1 (11:8, 9:11, 13:11, 12:10)

Von Jan-Henrik Gantzkow – Weser Kurier