Pizza als Belohnung: FC Hambergen feiert Auftakterfolg

Der Anfang ist gemacht: Aufsteiger FC Hambergen hat zum Auftakt in der Verbandsiga Nord einen 9:6-Erfolg verbucht. Gegen den TuS Lachendorf einen wichtigen dazu.

Hambergen. Als die Entscheidung gefallen war und beide Mannschaften das Spiel bei einer gemeinsamen Pizza ausklingen ließen, spielte diese Frage kaum eine Rolle. Wie die Auftaktpartie des FC Hambergen in der Tischtennis-Verbandsliga Nord wohl ausgegangen wäre, hätte der TuS Lachendorf in Bestbesetzung antreten können? Hätten die “Zebras” dann auch mit 9:6 gewonnen? In der Rückbetrachtung verheimlichte Torben Tietjen den Ausfall von Lachendorfs Nummer fünf Chee Hiung Chin erst gar nicht. Da die Hamberger und die Lachendorfer ein freundschaftliches Verhältnis verbindet, wusste der FCH-Kapitän, dass bei den Lachendorfern zwischen Stamm- und Ersatzspielern eine große Lücke klafft. Den wichtigen Auftakterfolg daran festzumachen, wäre den Hambergern indes nicht gerecht geworden. “Denn wir haben auch gut gespielt”, befand Tietjen.

Wichtig war der erste Saisonsieg vor allem deswegen, weil es ein Duell der Aufsteiger war. “Wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir mindestens einen Punkt holen”, hatte Torben Tietjen bereits im Vorfeld gesagt. Entsprechend konzentriert gingen die Gastgeber in die ersten Doppelbegegnungen. Weder das Duo Timo Spiewack/Ricardo Burmester gab sich bei seinem Viersatz-Erfolg gegen Dahl/Rösch eine Blöße noch das Doppel drei mit Tarek Raudszus und Torben Tietjen bei seinem Dreisatzsieg. Nur Pascale Mogalle und Frederick Siemer mussten ihr Doppel klar abgeben.

PARTIE DROHT ZU KIPPEN

Im Verlauf der ersten Einzelrunde drohte die Partie allerdings zu kippen. “Zwischenzeitlich musste man sich schon etwas Sorgen machen”, meinte Tietjen, nachdem die Hamberger alle Partien auf den ersten vier Positionen verloren hatten. Denkbar knapp musste sich dabei Ricardo Burmester geschlagen geben. Nach einer 2:1-Satzführung gab er die Durchgänge vier und fünf erst in der Verlängerung mit 13:15 und 10:12 ab. Dafür erwiesen sich Tarek Rauszus und Torben Tietjen auf den hinteren Positionen als sichere Bank für die Hamberger. Ihre beiden Siege sorgten für den zwischenzeitlichen Anschluss.

Während der zweiten Einzelrunde entschieden die Gastgeber die knappen Spiele ausschließlich für sich. So behielt Ricardo Burmester gegen Bastian Neubert nach 1:2-Satzrückstand noch mit 3:2 die Oberhand, und auch Timo Spiewack hatte in seinem Match gegen Stefan Kunz in den umkämpften Durchgängen zwei und drei das bessere Ende für sich. Den dritten Fünf-Satz-Erfolg machte schließlich Frederick Siemer mit einem finalen 14:12 gegen Felix Rösch perfekt. Weitaus souveräner verliefen da die Siege von Tarek Raudszus und Torben Tietjen, die sich einmal mehr als sicherer Rückhalt erwiesen.

Von Dennis Schott – Weser Kurier