“Zebras” nehmen das Geschenk nicht an: 6:8 gegen Dissen

Obwohl vier Zähler bereits im Vorfeld an den FC Hambergen gingen, verlor der Aufsteiger die Partie gegen die TSG Dissen mit 6:8

Hambergen. Viel einfacher dürfte es für Aufsteiger FC Hambergen in den kommenden Wochen nicht mehr werden, in der Tischtennis-Verbandsliga der Damen zu Punkten zu kommen. Zum Saisonauftakt der „Zebras“ reiste die TSG Dissen schließlich in Unterzahl und beileibe nicht mit der nominell besten Mannschaft an. Entsprechend gingen vier Zähler bereits im Vorfeld auf das Konto der Gastgeberinnen, doch diese nahmen das Geschenk nicht an.

Fraglos stellte Dissens ukrainische Nummer eins Julia Khodko (über 1800 TTR-Punkte) eine Klasse für sich dar. Die mehrfache Medaillengewinnerin bei den „Deaflympics“, einem internationalen Wettbewerb im Gehörlosensport, lief dank ihrer sicheren und variablen Spielweise weder im Einzel noch im Doppel Gefahr, einen Satz abgeben zu müssen. Doch ihre Landsfrau Antonina Trofimova schien im oberen Paarkreuz für Stefanie Nolte und Lilly Marie Küstner unter normalen Umständen eine lösbare Aufgabe. Beiden Hambergerinnen waren aber mangelnder Rhythmus am ersten Spieltag und generell großer Trainingsrückstand anzumerken. Nolte zwang Trofimova zwar in den Entscheidungssatz, den diese dann aber mit ihrer Rückhand über dem Tisch (11:6) klar dominierte. Ein wenig Hoffnung keimte noch einmal auf, als Daniela Lilienthal und Stefanie Nolte gegenüber Dissens Ersatzspielerin Doris Diekmann ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Nane Grotheer fand gegen die erfahrene Jokerin allerdings zu keinem Zeitpunkt ein Mittel und produzierte zu viele einfache Fehler, weshalb die Entscheidung frühzeitig gefallen war. „Das war schon eine ziemliche Katastrophe“, machte Hambergens Kapitänin Daniela Lilienthal nach gut zwei Stunden Spielzeit aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl, „in dieser Verfassung würden wir auch in der Landesliga mit Sicherheit keine Partie gewinnen.“

Von Frank Mühlmann – Weser Kurier